In Jalta besprachen die Alliierten Fragen der Zukunft Deutschlands und anderer besiegter oder befreiter Länder. Bezüglich der künftigen territorialen Gestalt Deutschlands und Polens wurde die Westverschiebung Polens vereinbart.
Auf der Konferenz von Jalta auf der Halbinsel Krim verhandelten vom 4. Bis 11. Februar 1945 die „Großen Drei“, Winston Chruchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin, über die Besetzung Deutschlands, über die Zukunft anderer besiegter und befreiter Länder sowie über den Krieg im Fernen Osten. Wie bereits 1943 auf der Konferenz von Teheran anerkannten die Westmächte nunmehr endgültig die von
der Sowjetunion vorgeschlagene Curzon-Linie als neue polnisch-sowjetische Grenze. Zusätzlich stimmten sie grundsätzlich der Entschädigung Polens durch
deutsche Ostgebiete zu, die die
Vertreibung der Deutschen aus diesen Gebieten beinhaltete. Ein genauer Grenzverlauf wurde noch nicht festgelegt.
Eine weitere, besonders die von den Sowjets befreiten Länder betreffende Frage war die nach der in diesen Ländern einzusetzenden Regierung und politischen Systemen. Die von Stalin akzeptierte Vereinbarung forderte
„für alle demokratischen Elemente in der Bevölkerung repräsentative Übergangsregierungen und eine so früh wie mögliche Etablierung von dem Willen des Volkes verantwortlichen Regierungen durch freie Wahlen“. Im Falle Polens gab es jedoch zwei Regierungen, zum einen die aus der Regierung von 1939 hervorgegangene, in London residierende legitime Exilregierung,
zum andern das von den Sowjets geförderte bzw. gesteuerte Lubliner Komitee. Statt auf der Legitimität der Londoner Exilregierung zu bestehen, begnügten sich Churchill und Roosevelt mit der Vereinbarung, daß die sowjetisch inspirierte Warschauer Administration zusätzlich Mitglieder der in der Londoner Exilregierung vertretenen Parteien aufnehme, was de facto die Auslieferung Polens an den sowjetischen Einfluß bedeutete. Als Grund für diese Entscheidung sind einmal das Vertrauen der westlichen Führer in Stalin bezüglich der Verwirklichung wirklicher Demokratien un Ostmitteleuropa genannt worden, zum andern der Glaube an die Notwendigkeit eines sowjetischen Eingreifens in den Krieg gegen Japan.
| 1919 | Januar 1919 | 28.6.1919 | 1921 | 1921-39 | 1933 | 10.1.1934 | 5.1.1939 | 25.8.1939 | 1.9.1939 | 1.9.1939 | 3.9.1939 | 1939-45 | 1940 | 3.4.1940 | 1942 | 1.8.1944 | 2.5.1945 |