Bernhard von Bülow, Politiker

Karriere
geboren3.5.1849 in Klein Flottbeck (bei Altona)
gestorben28.10.1929 in Rom

Der Reichskanzler war überzeugter Nationalist, für den der „Nationalitätenkampf“ die Kehrseite des deutschen Weltmachtstrebens war.

Bernhard von Bülow, von 1900 bis 1909 Reichskanzler, stand für eine weitere Verschärfung der polenfeindlichen Politik Preußens und des Reichs. Diese ging nach bekanntem Muster Hand in Hand mit dem Versuch einer Annäherung an Rußland. Allerdings stellte für Bülow der „Nationalitätenkampf“ ganz eindeutig einen Wert an sich dar, der gleichsam die innenpolitische Kehrseite seines Nationalismus war, welcher nach außen nicht weniger als eine deutsche Weltmachtstellung in Übersee zum Ziel hatte.

Bernhard von Bülow
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Bernhard von Bülow, 1900-1909 deutscher Reichskanzler

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So übte das Denken eines Heinrich von Treitschke einen großen Einfluß auf ihn aus. Treitschkes Schrift „Das deutsche Ordensland Preußen“ stand jahrelang auf Bülows Video
Schreibtisch. Unter seiner Ägide provozierte Kultusminister von Studt mit der Ausdehnung der deutschen Sprache auf den Religionsunterricht die

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Wreschener Schulstreik
Schulstreik 1901
Heinrich von Tiedemann-Seeheim
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Heinrich von Tiedemann-Seeheim

Videogroßangelegten Schulstreiks der Polen in Preußen 1906. 1908 wurde ein neues Ansiedlungsgesetz verabschiedet, das die Enteignung polnischer Grundeigentümer erlaubte. Für Bülow überwog der Nutzen des Gesetzes für den „Schutz des Deutschtums im Osten“ klar alle Bedenken hinsichtlich einer Aufweichung des

Rechtsstaates durch ein nur polnische Bürger betreffendes Sondergesetz. Im Ersten Weltkrieg, Jahre nach seiner Entlassung, trat er für umfangreiche Annexionen im Westen wie im Osten ein, wofür er von vielen Seiten Zustimmung erntete. In seinem Buch 1914/16 erschienen Buch „Deutsche Politik“ legte er sein „ostmarkenpolitisches“ Credo dar: „Waffentüchtige, wirtschaftlich geschickte Völker von überlegener Kultur werden

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Heinrich Claß
Heinrich Claß

im allgemeinen mit dem Arm ihrer staatlichen Macht weiter reichen als mit der Herrschaft ihrer nationalen Kultur und ihre Arbeit daran setzen, der machtpolitischen Eroberung die nationale Folgen zu lassen. Schwache und untüchtige Völker müssen es ansehen, daß fremde Nationalität in ihren Staatsgrenzen an Verbreitung und Geltung gewinnt. Ein drittes gibt es nicht. Im Nationalitätenkampf ist eine Nation Hammer oder Amboß, Siegerin oder Besiegte.“ Sein Programm: „Mit der Ansiedlungspolitik kämpfen wir um das Deutschtum im Osten, mit der Schulpolitik im Grunde um das Polentum, das wir dem deutschen Geistesleben einzugliedern wünschen.“

19.2.1772    24.7.1792    1795    1800    19.10.1813    1815    1820    1830    2.8.1847    1848    8.2.1863    1864    1880    3.11.1894    1901    1904    26.8.1914